Struktur der ambulanten Suchthilfe

Die Auswertung der Strukturdaten gibt einen Überblick über die ambulanten Suchthilfeangebote in Nordrhein-Westfalen. Grundlage der Auswertungen ist die nach dem KDS-E vorgesehene Unterteilung der Einrichtungen in einzelne Einrichtungseinheiten. Die 167 Einrichtungen bestehen aus insgesamt 199 Einrichtungseinheiten.

Trägerschaft

Der weit überwiegende Teil der Einrichtungen, die für das Jahr 2025 einrichtungsbezogene Daten an das ISD geliefert haben, wird von einem Träger der Freien Wohlfahrtspflege oder einem anderen frei-gemeinnützigen Träger betrieben (90%). In kommunaler Trägerschaft befinden sich 7%. Für sechs Einrichtungen wurde ein „Sonstiger Träger“ angegeben.

Einrichtungsart und Behandlungsangebote

Die konzeptionelle Ausrichtung der einzelnen Einrichtungseinheiten der ambulanten Suchthilfe kann mit dem Deutschen Kerndatensatz über die Art der Einrichtung sowie die vorgehaltenen und in Anspruch genommenen Behandlungsangebote abgebildet werden. 92% der dokumentierten Einrichtungseinheiten sind ambulante Einrichtungen wie Beratungs- und/oder Behandlungsstellen oder Fachambulanzen.

Die Angebote der Suchthilfeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen sind breit gefächert. Am häufigsten werden Sucht- und Drogenberatungen (90%), Reha-Nachsorge (59%) und Psychosoziale Begleitungen Substituierter angeboten (56%).

Personelle Besetzung

Für eine Betrachtung der Personalstruktur werden die Angaben zur Wochenarbeitszeit aller festangestellten Mitarbeiter*innen in so genannte Vollzeitäquivalente (VZÄ) umgerechnet, die einer Vollzeitstelle entsprechen. Wird die Arbeitszeit des gesamten Personals (einschließlich der Teilzeitbeschäftigten) zu Grunde gelegt, so beträgt die Zahl der dokumentierten Beschäftigten 953,09 VZÄ.[1]

Beim überwiegenden Teil der Einrichtungen (63%) sind bis zu 5 VZÄ, bei über einem Viertel (27%) zwischen 6 und 10 VZÄ beschäftigt. Lediglich 10% der Einrichtungen geben bei der personellen Besetzung mehr als 10 VZÄ an.

71% der Beschäftigten in den Einrichtungen der ambulanten Suchthilfe sind Sozialarbeiter*innen bzw. Sozialpädagog*innen. Der Anteil der Mitarbeiter*innen aus den Bereichen Pädagogik, Sozialwissenschaft und Soziologie beträgt 6%. Nahezu jeder zehnte Mitarbeitende ist als Büro- und Verwaltungspersonal tätig (9%). In vergleichsweisem nur geringem Umfang sind in der ambulanten Suchthilfe Psycholog*innen (3%) beschäftigt.

[1] Nicht alle Einrichtungen haben Angaben zu ihrer personellen Besetzung übermittelt. Auf Grundlage der durchschnittlichen Anzahl VZÄ pro Einrichtung kann die tatsächliche Zahl der Beschäftigten auf über 1.024 VZÄ geschätzt werden.

Suchthilfestatistik NRW

Drogenkonsumräume NRW

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(2020)
Im Spannungsfeld zwischen rechtlichen Grundlagen und täglicher Praxis – Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze der Drogenkonsumräume in NRW

Downloads

Auswirkungen der Pandemie
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Klient*innen mit exzessiver Mediennutzung
(2021)
Eltern der ambulanten Suchthilfe in NRW
(2021)
Klient*innen in stabilen und prekären Wohnverhältnissen
(2018)
Altersspezifische Aspekte
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