In Nordrhein-Westfalen existieren derzeit insgesamt zwölf Drogenkonsumräume. Die Angebote des kontrollierten Konsums in den in NRW zugelassenen Drogenkonsumräumen dienen der Gesundheits-, Überlebens- und Ausstiegshilfe.

Informationen zu den Drogenkonsum­räumen in NRW

Allgemeine Informationen

Drogenkonsumräume NRW

Im Folgenden werden die zwölf Drogenkonsumräume in Nordrhein-Westfalen dargestellt. Sollten Sie weitere Informationen wünschen, wenden Sie sich gerne an die Geschäftsstelle der Suchtkooperation NRW.

Geschäftsstelle der Suchtkooperation NRW

Café Koko

Troisdorf

Café Koko

Poststraße 91, 53840 Troisdorf

Mo. – Sa. 10:30 – 14:30 Uhr

3

3

Drogenberatung e.V. Bielefeld

Bielefeld

Drogenberatung e.V. Bielefeld

Borsigstraße 13, 33602 Bielefeld

Mo., Di., Mi., Fr. 09:00 – 19:00 Uhr
Do. 10:00 – 19:00 Uhr
Sa. 10:00 – 16:00 Uhr

8

8

Drogenhilfeeinrichtung k!ck

Dortmund

Drogenhilfeeinrichtung k!ck

Hoher Wall 9-11 / Nebeneingang Grafenhof 44137 Dortmund

Mo., Mi. bis Sa. 08:00 – 20:00 Uhr
Di. 08:00 – 14:00 Uhr
So. 09:00 – 15:00 Uhr

8

15

Drogenhilfezentrum der Alkohol- & Drogenhilfe

Krefeld

Drogenhilfezentrum der Alkohol- & Drogenhilfe

Schwertstr. 80, 47799 Krefeld

Täglich 10:00 – 18:00 Uhr

2

1

3

Drogenkonsumraum der Suchthilfe direkt Essen

Essen

Drogenkonsumraum der Suchthilfe direkt Essen

Hoffnungstraße 24, 45127 Essen

Mo. bis Fr. 08:00 – 18:00 Uhr
Sa., So., Feiertage 9:00 – 14:30 Uhr

8

5

Drogenkonsumraum Neumarkt

Köln Neumarkt

Drogenkonsumraum Neumarkt

Lungengasse 18, 50676 Köln

Mo., Di., Do., Fr. 08:00 – 20:00 Uhr
Mi. 11:00 – 20:00 Uhr
Sa. 10:00 – 17:30 Uhr

6

6

Drogentherapeutische Ambulanz

Bonn

Drogentherapeutische Ambulanz

Quantiusstraße 2a, 53115 Bonn

Mo. bis Fr. 10:00 – 18:00 Uhr
Sa., So. & Feiertage 11:00 – 17:00 Uhr

5

3

Düsseldorfer Drogenhilfe e.V.

Düsseldorf

Düsseldorfer Drogenhilfe e.V.

Erkrather Straße 18, 40233 Düsseldorf

Mo. bis Fr. 08:30 – 20:30 Uhr
Sa., So., Feiertage 10:30 – 15:45 Uhr

4

5

10

Gleis 1, Drogenhilfe

Wuppertal

Gleis 1, Drogenhilfe

Döppersberg 1, 42103 Wuppertal

Mo. – Fr. 10:00 – 16:00 Uhr
So. 10:00 – 14:00 Uhr

5

6

INDRO e.V.

Münster

INDRO e.V.

Bremer Platz 18 – 20, 48155 Münster

Mo. – Do. 10:00 – 17:00 Uhr
Fr. 10:00 – 16:00 Uhr
Sa. 10:00 – 15:00 Uhr

4

2

Krisenhilfe e.V. Bochum

Bochum

Krisenhilfe e.V. Bochum

Viktoriastraße 67, 44787 Bochum

Mo. bis Fr. 09:00 – 13:00 Uhr

4

5

SKM Köln e.V.

Köln

SKM Köln e.V.

Bahnhofsvorplatz 2a, Köln

Mo. bis Fr. 08:30 – 13:00 Uhr
und 16:00 – 19:45 Uhr
Sa., So., Feiertage 8:30 – 13:00 Uhr

6

Zielsetzung der Drogenkonsumräume

Die zwölf Drogenkonsumräume in Nordrhein-Westfalen verfolgen das Ziel, gesundheitliche, psychische und soziale Folgen des Konsums illegaler Substanzen zu verringern und weitere Schäden zu verhindern. Die Einrichtungen sind fester Bestandteil niedrigschwelliger Kontakt- und Beratungsangebote der ambulanten Suchthilfe.

Ein zentraler Aspekt der Arbeit in den Drogenkonsumräumen ist die Motivationsförderung: Menschen, die illegale Substanzen konsumieren, sollen ermutigt werden, weiterführende Hilfeangebote für gesundheitliche, soziale und drogenbezogene Probleme anzunehmen. Durch die Nutzung der Drogenkonsumräume können Infektionsrisiken gesenkt und Drogennotfälle schneller behandelt werden. Drogenkonsumräume tragen dazu bei, die Bereitschaft zur Therapie zu erhöhen und langfristig die Förderung einer Veränderungsmotivation bis hin zum Ausstieg aus der Abhängigkeit zu stärken.

Die Belastung der Öffentlichkeit durch konsumbezogene Verhaltensweisen im öffentlichen Raum wird durch die Nutzung der Drogenkonsumräume deutlich reduziert. Somit haben die Einrichtungen über ihr Angebot der individuellen Hilde hinaus auch eine wichtige Funktion in der Ordnungspolitik.

Rechtsgrundlage

Die „Verordnung über den Betrieb von Drogenkonsumräumen Nordrhein-Westfalen“ bildet die rechtliche Grundlage für den Betrieb von Drogenkonsumräume in Nordrhein-Westfalen.
Die Träger*innen dieser Einrichtungen sind u.a. verpflichtet, eine fortlaufende Dokumentation über den Betrieb der Drogenkonsumräume in anonymisierter Form und unter Beachtung datenschutzrechtlicher Bestimmungen sicherzustellen. Hierzu sind Tagesprotokolle zu fertigen, die insbesondere über Umfang und Ablauf der Nutzerkontakte, Zahl und Tätigkeit des eingesetzten Personals sowie alle besonderen Vorkommnisse Auskunft geben. Diese Protokolle sind in einem monatlichen Bericht zusammenzufassen und im Hinblick auf die Zielerreichung regelmäßig auszuwerten. Über die Ergebnisse sind die zuständigen Gesundheits-, Ordnungs- und Strafverfolgungsbehörden zu unterrichten. Die Berichte sind der Überwachungsbehörde regelmäßig vorzulegen.

Datenwege

Seit 2021 erfolgt die anonymisierte Datenerhebung über eine vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen finanzierte WebApp. Die Betreuung und Bereitstellung dieser Anwendung erfolgt durch die Geschäftsstelle der Suchtkooperation NRW in Zusammenarbeit mit den Träger*innen und Leitungen der Drogenkonsumräume. Darüber hinaus gibt es an einzelnen Standorten hauseigene Dokumentationsprogramme, die in gleicher Weise monatlich aggregierte Konsumdaten liefern wie die WebApp.

Links zum Thema

Deutsche Aidshilfe

Drogenkonsumräume (DKR) in Deutschland

Hier finden Sie einen Überblick zu den DKRS im Bundesgebiet.

Suchtkooperation NRW (2023)

Dokumentation der Fachtagung

Wandel der Konsummuster. Veränderungen in der Drogenszene – Konsequenzen für das Hilfesystem.

Suchtkooperation NRW (2025)

Handreichung - Gemeinsam engagiert vor Ort - Online-Format

Kommunale Lösungen zur Bewältigung von Drogenkonsum im öffentlichen Raum. Die Handreichung steht online zur Verfügung.

Handreichung – Broschüre

Die Handreichung steht auch als Broschüre zur Verfügung.

Suchtkooperation NRW und AG Aidsprävention (2021)

Harm Reduction: Risiken minimieren- Gesundheit fördern

Die Broschüre umfasst Empfehlungen zur Schadensminimierung für Menschen in NRW, die illegale psychoaktive Substanzen konsumieren.

Suchthilfestatistik NRW

Hauptprobleme
Eltern der ambulanten Suchthilfe in NRW
(2021)
Auswirkungen der Pandemie
(2021)
Klient*innen mit exzessiver Mediennutzung
(2021)
Klient*innen in stabilen und prekären Wohnverhältnissen
(2018)
Altersspezifische Aspekte
(2016)
Bildung, Arbeit, Armut
(2014)

Drogenkonsumräume NRW

Minderjährige in den Drogenkonsumräumen in NRW
(2024)
Gesundheitliche Versorgungslage und die drängendsten Herausforderungen
(2023)
Änderung der Szene – Konsum im Wandel
(2022)
Crackkonsum in den Drogenkonsumräumen in NRW
(2021)
Zur Lage während der Corona-Pandemie
(2020)

Downloads

Eltern der ambulanten Suchthilfe in NRW
(2021)
Auswirkungen der Pandemie
(2021)
Klient*innen mit exzessiver Mediennutzung
(2021)
Klient*innen in stabilen und prekären Wohnverhältnissen
(2018)
Altersspezifische Aspekte
(2016)
Minderjährige in den Drogenkonsumräumen in NRW
(2024)
Gesundheitliche Versorgungslage und die drängendsten Herausforderungen
(2023)
Änderung der Szene – Konsum im Wandel
(2022)
Crackkonsum in den Drogenkonsumräumen in NRW
(2021)
Zur Lage während der Corona-Pandemie
(2020)