Der Bericht des Jahres 2025 dokumentiert sowohl die Konsumvorgänge als auch standortspezifische Informationen der in diesem Jahr noch zwölf Drogenkonsumräume in Nordrhein-Westfalen. Es werden Vergleiche zu den Vorjahren angestellt, um Entwicklungstendenzen im Nutzungsverhalten sowie in den einzelnen Aspekten des niedrigschwelligen Überlebensangebots zu analysieren.
Bericht zur Nutzung der Drogenkonsumräume 2025
Jahresbericht
Datengrundlage
Seit 2021 erfolgt die Datenerhebung mehrheitlich über eine vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen finanzierte WebApp. Die Betreuung und Bereitstellung dieser Anwendung erfolgt durch die Geschäftsstelle der Suchtkooperation NRW in Zusammenarbeit mit den Träger*innen und Leitungen der Drogenkonsumräume.
Zur Bewertung der Zielerreichung und der Arbeit der Drogenkonsumräume in Nordrhein-Westfalen werden in der Dokumentation folgende Kriterien herangezogen:
- Standorte
- Konsumplätze
- Konsumvorgänge
- Geschlecht
- Art der Substanzen
- Konsumarten
- Alter
- Konsumvorgänge durch erkennbar Substituierte
- Abgewiesene Personen
- Vermittlung in Hilfemaßnahmen
- Besondere Vorkommnisse
- Drogennotfälle
Anzahl der Konsumplätze 2025
Die vorliegende statistische Auswertung umfasst die Daten der zwölf Drogenkonsumräume in Nordrhein-Westfalen. Diese Räume haben teilweise unterschiedliche örtliche Gegebenheiten, wie etwa eine reduzierte Anzahl an Konsumplätzen oder Änderungen der Öffnungszeiten, die durch Krankheitswellen, Personalmangel oder Umbauten bedingt sein können. Im Jahr 2025 standen in Nordrhein-Westfalen insgesamt 139 Plätze für den Konsum illegaler Substanzen wie Heroin, Kokain, Amphetaminen oder Benzodiazepinen zur Verfügung. Davon waren 60 Plätze für den intravenösen Konsum, 69 Plätze für die Inhalation von Drogen und neun Plätze flexibel einsetzbar, je nach Bedarf für den intravenösen oder inhalativen Konsum. Die Größe der Drogenkonsumräume variiert zwischen fünf und 23 Plätzen. Für den intravenösen Konsum standen drei bis 8 Plätze zur Verfügung, für den inhalativen Konsum zwei bis 15 Plätze.
Öffnungszeiten 2025 in Wochenstunden
Unterjährig sind die Drogenkonsumräume zwischen vier und zwölf Stunden pro Tag an fünf bis sieben Tagen in der Woche mit insgesamt 20 bis 77 Wochenstunden geöffnet. Insgesamt sechs der zwölf Drogenkonsumräume haben 2025 an sieben Tagen pro Woche (ohne Feiertage) mindestens vier Stunden geöffnet (Stand 31.12.2025).
Konsumvorgänge
Konsumvorgänge 2023 – 2025
Im Jahr 2025 wurden in den zwölf Drogenkonsumräumen Nordrhein-Westfalens insgesamt 453.489 Konsumvorgänge (KV) dokumentiert (davon entfielen 383.219 Konsumvorgänge auf männliche Kontakte, 69.900 auf weibliche und 370 Konsumvorgänge auf Kontakte mit diverser Geschlechtsidentität). Mit einem Plus von 4,6 % gegenüber dem Vorjahr setzt sich der Aufwärtstrend der letzten Jahre auch 2025 fort.
Eine genauere Betrachtung zeigt, dass 2025 an vier Standorten ein Rückgang der Konsumvorgänge verzeichnet wurde – mit Rückgängen zwischen 6,8 % und 19,9 % (zum Vergleich: 2024 betraf dies sechs Standorte). Ursachen hierfür sind unter anderem Standortumbauten, veränderte Öffnungszeiten oder andere standortspezifische Faktoren.
Im Gegensatz dazu stieg die Anzahl der Konsumvorgänge an den übrigen acht Standorten an, wobei die Zuwächse an fünf Standorten unter 10 % lagen, bei den übrigen drei Standorten zwischen 47,0 % und 97,8 %. Hauptgründe für diese Entwicklung sind erweiterte Öffnungszeiten, Wiedereröffnung nach Umbauschließung oder eine Erhöhung der Anzahl an Konsumplätzen.
Insgesamt haben Konsumvorgänge von Frauen im Jahr 2025 einen Anteil von 15,4 % an den Gesamtkonsumvorgängen (2024: 14,5 %; 2023: 14,2 %).
Konsumvorgänge erkennbar Substitutierter 2023-2025
Seit 2016 haben erkennbar substituierte Personen mit Substanzkonsum Zugang zu den Drogenkonsumräumen in Nordrhein-Westfalen. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 144.485 Konsumvorgänge dieser Gruppe dokumentiert (siehe Abbildung 4). Davon entfielen 22.705 (15,7 %) auf Frauen, 121.780 (84,3 %) auf Männer, Konsumvorgänge von Menschen mit diverser Geschlechtsidentität in Substitution wurden nicht vorgenommen.
Der Anteil der Konsumvorgänge erkennbar substituierter Personen an der Gesamtzahl aller Konsumvorgänge lag 2025 bei 31,9 % (zum Vergleich: 2024: 33,6 %; 2023: 38,3 %). Bei Frauen machten substituierte Konsumentinnen 32,5 % der erfassten Konsumvorgänge aus (Vorjahr: 39,3 %), während bei Männern 31,8 % der Konsumvorgänge auf substituierte Konsumenten entfielen (Vorjahr: 32,6 %). In den nächsten Jahren wird zu beobachten sein, ob sich der Rückgang der Konsumvorgänge substituierter Personen weiter fortsetzt.
Substanzen Gesamtkonsumvorgänge
In den Drogenkonsumräumen in NRW können Opioide, Kokain, deren Kombination („Cocktail“), Amphetamine sowie Benzodiazepine unter hygienischen Bedingungen konsumiert werden. Wie bereits in den Vorjahren, entfällt der größte Anteil der Konsumvorgänge auf den Opioid-Konsum (57,3 %), gefolgt vom Kokain-Konsum (38,3 %) und dem Konsum von Mischungen („Cocktail“, 3,9 %) (siehe Abbildung 5). Während der Opioid-Konsum 2025 weiterhin leicht rückläufig ist, steigt der Kokain-Konsum weiter an. Der Anteil des Cocktail-Konsums bleibt auf dem Niveau des Vorjahres.
Konsumvorgänge Kokain / Crack
Seit 2021 ist ein kontinuierlicher Rückgang des Opioid-Konsums zu beobachten, während der Kokain-Konsum stetig zunimmt. Als möglicher Grund hierfür wird weiterhin die These der besseren Verfügbarkeit von Kokain vertreten. Des Weiteren zeigen vom Landeskriminalamt sichergestellte Kokainproben weiterhin einen hohen Reinheitsgehalt auf. Mitarbeitende der Drogenkonsumräume berichten darüber hinaus, dass die Verfügbarkeit von Heroin auf den Schwarzmärkten in Nordrhein-Westfalen seit Jahren spürbar abgenommen hat. Der Anteil der Kokain-Konsumvorgänge an der Gesamtzahl aller Konsumvorgänge steigt seit 2019 kontinuierlich. Seit 2024 wird der Crack-Konsum in den Drogenkonsumräumen gesondert erfasst.
Die Abbildung verdeutlicht, dass sich die Crack-Konsumvorgänge zwischen 2024 und 2025 erneut verdoppelt haben: 32 % (145.344 KV) aller Konsumvorgänge entfielen im Datenjahr 2025 auf Crack, im Vorjahr 18,1 % (78.455 KV). Kokain alleine wurde in 6,3 % aller Konsumvorgänge (28.407 KV) konsumiert, im Vorjahr waren das noch 17,7 % (76.831 KV) der Gesamtkonsumvorgänge. Von den insgesamt 173.751 Kokain-Konsumvorgängen entfielen 83,7 % (145.344 KV) auf Crack, in 16,3 % der Kokain-Konsumvorgänge wurde Kokain alleine konsumiert. Die zunehmende Verbreitung des Kokainkonsums zeigt deutlich spürbare Auswirkungen auf die Konsumierenden.
Bereits seit 2021 wird diese Entwicklung in den Drogenkonsumraumberichten sowie in den Dokumentationen des Fachtags „Wandel der Konsummuster“ (10.05.2023), des „Interdisziplinären Werkstattgesprächs – Drogenproblematik im öffentlichen Raum“ (29.08.2024) sowie des Fachtags „Gemeinsam engagiert vor Ort“ (30.06.2025) umfassend thematisiert. Die urbanen Drogenszenen werden dabei zunehmend als verelendeter und psychisch stärker belastet beschrieben.
Neben Opioiden, Kokain/Crack und deren Kombination („Cocktail“) werden in der Drogenkonsumraumstatistik auch Amphetamine (seit 2023 jedes Jahr 0,4 %) und Benzodiazepine (2025: 0,03 %; 2024: 0,04 %; 2023: 0,04 %) erfasst. Da beide Substanzen im Jahresvergleich jeweils weniger als ein Prozent der Konsumvorgänge ausmachen, werden sie aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht gesondert dargestellt. In den letzten Jahren wurden hinsichtlich des Amphetamin- und Benzodiazepinkonsums keine nennenswerten Veränderungen festgestellt.
Die hier dargestellten Abbildungen zeigen geschlechtsspezifische Konsummuster. Damit dem großen Anteil von Crack-Konsum Rechnung getragen werden kann, wird im Folgenden erstmals nach Kokain allein und Crack-Konsum unterschieden. Da erst seit 2024 die Statistik für Crack-Konsumvorgänge verlässlich in allen Drogenkonsumräumen in Nordrhein-Westfalen erhoben wird, werden sich die folgenden Darstellungen auf einen Zweijahresvergleich beschränken.
Substanzen Männer 2024 – 2025
Bei männlichen Konsumierenden zeigt sich ein rückläufiger Trend beim Opioid-Konsum, der 2024 bei 59 % der Konsumvorgänge liegt. Im Gegensatz dazu steigt die Anzahl der Crack-Konsumvorgänge weiter an, während die Konsumvorgänge von Kokain allein von 17,2 % der Gesamtkonsumvorgänge der Männer auf 6,5 % stark zurückgehen. Der Mischkonsum aus Opioiden und Kokain bleibt auf dem Vorjahresniveau.
Substanzen Frauen 2024 – 2025
Auch bei Frauen dominiert weiterhin der Opioid-Konsum, der mit 49 % den größten Anteil ausmacht. Allerdings ist im Vergleich zum Vorjahr ein deutlicher Anstieg der Anzahl der Crack-Konsumvorgänge auf 40,3 % der Gesamtkonsumvorgänge der Frauen zu verzeichnen. Wie bei den Männern gehen auch die Kokain-Konsumvorgänge allein stark zurück von 20,8 % im letzten Jahr auf 5,2 % in 2025. Der kombinierte Konsum beider Substanzen (Cocktail) steigt seit 2024 etwas an. Es wird zu beobachten sein, wie sich dieser Konsum entwickelt.
Die zunehmende Verbreitung des Crack-Konsums ist besonders besorgniserregend, da Frauen bereits eine vulnerablere Gruppe unter den Konsumierenden darstellen und sich nun auch in diesem Bereich ein signifikanter Anstieg zeigt.
Substanzen diverse Geschlechtsidentität 2024 – 2025
Erstmals wurde im Jahr 2024 bei Personen mit diverser Geschlechtsidentität eine statistisch relevante Fallzahl von N=216 erreicht. Abbildung 9 zeigt einen Vergleich der Jahre 2024 und 2025. Für 2025 lässt sich jedoch feststellen, dass der Anteil der Opioid-Konsumvorgänge in dieser Gruppe mit 82 % vergleichsweise höher liegt als bei Männern (59 %) und Frauen (49 %) und seit dem letzten Jahr auch um 10 Prozentpunkte angestiegen ist.
Der Mischkonsum aus Opioiden und Kokain ist in 2025 mit einem Prozent ebenfalls gesunken. Aufgrund der geringen Fallzahlen ist keine belastbare Trendanalyse möglich, daher ist der Substanzkonsum von Menschen mit einer diversen Geschlechtsidentität weiterhin zu beobachten.
Konsumart gesamt 2023 – 2025
Im Jahr 2025 wurde am häufigsten die inhalative Konsumform gewählt: 348.717 Konsumvorgänge (rund 77 %) erfolgten durch Rauchen oder Inhalieren. Daneben wurden 95.864 intravenöse Konsumvorgänge (etwa 21 %) sowie 8.861 nasale Konsumvorgänge (ca. 2 %) dokumentiert.
Der orale Konsum spielte – wie in den Vorjahren – kaum eine Rolle: Mit lediglich 47 registrierten Vorgängen (0,01 %) lag er erneut unter einem Prozent, weshalb auf eine Darstellung verzichtet wurde. Der bereits in den Vorjahren beobachtete Trend setzt sich damit auch 2025 fort: Der intravenöse Konsum nimmt weiter ab, während die inhalative Konsumform zunehmend bevorzugt wird.
Ein Blick auf die geschlechtsspezifische Verteilung zeigt: Männer konsumieren zu 77 % inhalativ und zu 21 % intravenös. Auch bei Frauen überwiegt der inhalative Konsum mit 78 %, während 20 % intravenös konsumieren. Menschen mit diverser Geschlechtsidentität zeigen in 2025 ein deutliches Bild: 96,5 % inhalativer und 3,5 % intravenöser Konsum.
Früher galt das Inhalieren – also das Rauchen von Substanzen – als die weniger schädliche Konsumform im Vergleich zum intravenösen Gebrauch, unter anderem da das Risiko von Infektionen durch gemeinsam genutzte Spritzen deutlich höher war und auch weiterhin ist. Heute weiß man jedoch, dass auch das Rauchen, insbesondere von Kokain beziehungsweise Crack, ernsthafte gesundheitliche Folgen haben kann. Neben möglichen stärker ausgeprägten psychischen und körperlichen Schäden besteht auch hier ein Infektionsrisiko – zum Beispiel durch die gemeinsame Nutzung von Pfeifen oder Mundstücken.
Altersverteilung
Altersverteilung 2023 – 2025
Die Drogenkonsumraumstatistik erfasst die Altersverteilung aller Konsumvorgänge, sowohl insgesamt als auch getrennt nach Geschlecht (Männer, Frauen und Personen mit diverser Geschlechtsidentität) im Alter von 18 bis über 55 Jahren.
Die Drogenkonsumraumverordnung regelt in Nordrhein-Westfalen den Zugang auch für unter 18-Jährige im Einzelfall: mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten oder nach sorgfältiger Prüfung anderer Hilfemöglichkeiten durch das Fachpersonal vor Ort. Nach einer einmalig hohen Anzahl von KV durch Minderjährige im Jahr 2023 ist auch in 2025 die Anzahl der Konsumvorgänge von unter 18-Jährigen mit 90 KV eher rückläufig (2024: 101; 2023: 642). Aufgrund der vergleichsweise geringen Anzahl wird auf die grafische Darstellung der Altersgruppe der unter 18-Jährigen in den Abbildungen 11 bis 13 verzichtet.
Im Jahr 2025 wurden die meisten Konsumvorgänge von der Altersgruppe der 46- bis 55-Jährigen durchgeführt, dicht gefolgt von den 36- bis 45-Jährigen (siehe Abbildung 11). In den letzten Jahren war die jüngere der beiden Altersgruppen stets etwas häufiger vertreten, in 2025 kehrte sich dieses Verhältnis erstmals um. Die geschlechtsspezifischen Abbildungen zeigen für die Jahre 2023 bis 2025 sowohl die prozentualen Anteile der Altersgruppen innerhalb jedes Geschlechts als auch deren Entwicklungen im Zeitverlauf. Der Vergleich der Jahre 2023 bis 2025 zeigt deutlich: Die Mehrheit der Konsumierenden in den Drogenkonsumräumen Nordrhein-Westfalens ist zwischen 36 und 55 Jahre alt. Dabei gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede, die über die Jahre hinweg stabil geblieben sind: Männer gehören zur ältesten Nutzergruppe, gefolgt von Frauen und Menschen mit diverser Geschlechtsidentität.
Im Jahr 2025 stellten bei den Männern die Konsumvorgänge der 46- bis 55-Jährigen mit 38 % die größte
Gruppe der Konsumvorgänge dar. Die zweitgrößte Gruppe bei den Männern waren die 36- bis 45-Jährigen mit 33 %.
Bei den Frauen lag der Schwerpunkt im Jahr 2025 mit 45 % bei den Konsumvorgängen der 36- bis 45-Jährigen. Die zweitgrößte Gruppe bei den Frauen waren die 46- bis 55-Jährigen mit 21 %.
Die Altersgruppe der unter 18-Jährigen betrifft ausschließlich die Konsumvorgänge von Frauen (2025: 0,1 %; 2024: 0,1 %; 2023:1,2 %). Wegen geringer Anzahl wird sie nicht in der Abbildung dargestellt.
Bei Menschen mit diverser Geschlechtsidentität entfiel der größte Anteil mit 90 % auf die Altersgruppe der 36- bis 45-Jährigen.
Sie konsumierten ausschließlich innerhalb der Altersgruppen der 26- bis 35-Jährigen und der 36- bis 45- Jährigen – hier war die zweitgrößte Gruppe die 26- bis 35-Jährigen.
Ablehnungsgründe
Die Gründe, warum Personen in Drogenkonsumräumen abgewiesen werden, sind unterschiedlich. Der häufigste Ablehnungsgrund ist ein bestehendes Hausverbot, danach folgen zeitliche Gründe – etwa, wenn der Drogenkonsumraum kurz vor der täglichen Schließung steht. Schließlich werden auch zu stark intoxikierte Personen abgelehnt.
Der Anteil dieser Ablehnungen ist im Vergleich zu den Vorjahren leicht rückläufig: 2025 lag er bei 0,11 % aller Konsumvorgänge (zum Vergleich: 2024: 0,13 %; 2023: 0,3 %). Im Jahr 2025 wurde zudem in zehn Fällen der Ablehnungsgrund „erkennbare Erst- und Gelegenheitskonsumierende“ dokumentiert.
Von den zwölf Drogenkonsumräumen in Nordrhein-Westfalen haben im Jahr 2025 vier Einrichtungen die Gründe „auswärtig / ohne Ausweis“ (134 KV) sowie „Ablehnung aus Zeitgründen“ (28 KV) und „nicht steuerungsfähig“ (4 KV) gesondert erfasst. Die anderen acht Einrichtungen haben keine Zugangsbeschränkungen für Auswärtige oder Personen ohne Ausweis.
Leistungen der Einrichtungen
Die Drogenkonsumräume sind fest in das differenzierte Suchthilfesystem Nordrhein-Westfalens eingebunden. Häufig bestehen enge Kooperationen mit drogentherapeutischen Ambulanzen vor Ort. Der Fokus der niedrigschwelligen Drogenhilfe liegt weniger auf dem unmittelbaren Ausstieg aus dem Konsum, sondern primär auf der Abwendung akuter drogenbedingter Notfälle sowie der Sicherstellung des Überlebens schwerstabhängiger Konsumierender durch sofort verfügbare Notfallmaßnahmen.
Medizinische Hilfen – etwa Wundversorgung, Impfungen oder ärztliche Erstversorgung – gehören zu den zentralen Angeboten dieser Überlebenshilfe. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Vermittlung in weiterführende Hilfen innerhalb des Hilfesystems.
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 6.994 ärztliche beziehungsweise medizinische Hilfen erbracht. Bezogen auf die Gesamtzahl der registrierten Konsumvorgänge entspricht dies einem Anteil von 1,5 % (2024: 1,6 %; 2023: 2 %). Psychosoziale Unterstützungsleistungen – darunter Beratungsgespräche, Krisenhilfe und Interventionen – wurden in 27.418 Fällen dokumentiert. Das entspricht einem Anteil von 6,0 % aller Konsumvorgänge (2024: 6,2 %; 2023: 7 %). Safer-Use-Beratungen, die im Berichtsjahr 39.997-mal angeboten wurden (vgl. Abbildung 16), entsprechen einem Anteil von 8,8 % an allen Konsumvorgängen (2024: 9,2 %; 2023: 8 %).
Damit gehört die Safer-Use-Beratung mittlerweile zu den zentralen Leistungen der Einrichtungen. In diesen Gesprächen beraten Fachkräfte die Konsumierenden zum risikoärmeren Konsum und tragen so aktiv zur Schadensminimierung bei. Die Beratungsleistungen für erkennbar substituierte Klient*innen werden gesondert erfasst. Im Jahr 2025 wurden bei insgesamt 144.485 Konsumvorgängen durch erkennbar substituierte Personen 2.635 Beratungen durchgeführt.
Dies entspricht einem Anteil von rund 1,8 % (2024: 2,2 %; 2023: 2 %). Diese Beratungen erfolgen bedarfs- und einzelfallorientiert und richten sich gezielt an Personen, die sich in einer Substitutionsbehandlung befinden und gleichzeitig weiterhin illegale Drogen konsumieren. Im Mittelpunkt steht dabei die Aufklärung über die spezifischen Risiken des Mischkonsums im Rahmen einer Substitutionsbehandlung. Darüber hinaus zielt die Beratung darauf ab, den Zugang zu individuell erforderlichen Unterstützungsangeboten zu fördern und eine Stabilisierung der gesundheitlichen Situation zu unterstützen.
Vermittlung ins Hilfesystem
Als fester Bestandteil der etablierten Kontakt- und Beratungsstrukturen bieten die Einrichtungen nicht nur einen geschützten Konsumrahmen, sondern schaffen zugleich wichtige Zugänge zu weiterführender Unterstützung. Sie leisten damit einen zentralen Beitrag, Konsumierende für weiterführende Hilfen zu motivieren und in geeignete Unterstützungs- und Behandlungsangebote zu vermitteln. Im Jahr 2025 konnten insgesamt 7.283 Vermittlungen in weiterführende Hilfen dokumentiert werden – darunter 2.986 bei Frauen und 4.297 bei Männern. Für Personen mit diverser Geschlechtsidentität wurden keine Vermittlungen registriert.
Nach wie vor bildete die Weiterleitung in soziale Hilfen, etwa zu Notschlafstellen, einen bedeutenden Handlungsschwerpunkt. Diese erfolgte 1.740-mal bei Frauen und 1.424-mal bei Männern. Ebenso spielte die Anbindung an drogentherapeutische Ambulanzen eine zentrale Rolle: Bei 756 Konsumvorgängen von Frauen und 1.613 von Männern schloss sich eine solche Maßnahme an.
Die Entwicklung der Vermittlungen in die unterschiedlichen Hilfebereiche über die vergangenen Jahre hinweg zeigt die Abbildung. In Relation mit der Gesamtzahl aller Konsumvorgänge ist die Vermittlung in weiterführende Hilfeangebote mit 1,6 % in 2025 leicht rückläufig (2024: 2,3 %; 2023: 3 %). Ein möglicher Hintergrund ist die jährlich zunehmende Anzahl an Konsumvorgängen bei gleichbleibender Ressourcenlage in Hinblick auf Zeitablauf und Personallage.
Besondere Vorkommnisse
Die Drogenkonsumraumstatistik erfasst Kategorien, die sich auf besondere Störungen und Konflikte innerhalb und außerhalb der Einrichtungen beziehen. Diese werden unter „Besondere Vorkommnisse“ zusammengefasst.
Seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2015 bleibt der Anteil dieser besonderen Vorkommnisse gemessen an den Gesamtkonsumvorgängen konstant niedrig – unter einem Prozent. Auch im Jahr 2025 lag der Anteil bei 0,4 %, (2023 und 2024: 0,5 %).
Wie in den Vorjahren ist der versuchte Drogenhandel in oder um die Einrichtungen mit 377 registrierten Fällen das häufigste Vorkommnis. Bezogen auf die Gesamtkonsumvorgänge entspricht das 0,08 % (2024: 0,12; 2023: 0,1 %; siehe Abbildung 18). Weitere besondere Vorkommnisse sind die Szenenbildung (248 Fälle im Jahr 2025) und Gewalt gegen Personen (142 Fälle) im Umfeld der Konsumräume. Eine sogenannte „Szene“ entsteht, wenn sich drei oder mehr Personen mit störendem Verhalten zusammentun. Weitere dokumentierte Vorfälle im Jahr 2025 waren:
- Gewalt gegen Sachen: 17 Fälle
- Störung der öffentlichen Ordnung im Umfeld: 32 Fälle
- Diebstahl: 23 Fälle
Insgesamt zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr eine weitgehend stabile Entwicklung bei der Häufigkeit besonderer Vorkommnisse.
Drogennotfälle
Drogennotfälle 2025 relativ zu Gesamtkonsumvorgängen
Im Jahr 2025 kam es innerhalb der Drogenkonsumräume in 293 Fällen unmittelbar nach dem Konsum zu physischen oder psychischen Notfällen (49 Frauen, 244 Männer, keine Personen mit diverser Geschlechtszugehörigkeit). Der Anteil dieser Drogennotfälle an den gesamten Konsumvorgängen liegt bei 0,06 % und verbleibt auf dem Niveau des Vorjahres.
Drogennotfälle Maßnahmen
In allen Drogennotfällen leisteten die Fachkräfte vor Ort sofort Erste Hilfe. In zwei Fällen wurden Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet. Darüber hinaus wurde 136-mal notärztliche Hilfe in Anspruch genommen und in 98 Fällen war ein Transport ins Krankenhaus notwendig, Naloxon wurde in 27 Fällen gegeben.
Neben den in den Drogenkonsumräumen auftretenden Notfällen kommt es auch regelmäßig zu Vorfällen im unmittelbaren Umfeld der Einrichtungen. Gründe dafür liegen unter anderem in längeren Wartezeiten oder fehlender Nutzungserlaubnis, wodurch einige Personen ihren Konsum außerhalb der Räume fortsetzen. Seit dem Jahr 2022 erfassen alle Träger*innen der Drogenkonsumräume diese externen Notfälle systematisch.
Im Jahr 2025 wurden 145 Drogennotfälle im Umfeld der Konsumräume dokumentiert (2024: 132 Fälle; 2023: 85 Fälle). Betroffen waren 25 Frauen und 120 Männer; Notfälle bei Personen mit diverser Geschlechtsidentität wurden nicht registriert. Treten solche Situationen während der Öffnungszeiten auf, wird das Personal der Einrichtungen häufig unmittelbar darauf aufmerksam und kann eingreifen.
Die erforderlichen lebensrettenden Maßnahmen gestalten sich jedoch im öffentlichen Raum oftmals deutlich schwieriger als innerhalb der entsprechend ausgestatteten Hilferäume.
Zusammenfassung
Im Jahr 2025 wurden in den zwölf Drogenkonsumräumen in Nordrhein-Westfalen insgesamt 453.489 Konsumvorgänge dokumentiert, was einem erneuten Anstieg von 4,6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht und die hohe Inanspruchnahme dieses niedrigschwelligen Angebots unterstreicht. Frauen waren daran mit 15,4 % beteiligt, Männer stellten weiterhin die deutliche Mehrheit der Konsumvorgänge (84,5 %), während Personen mit diverser Geschlechtsidentität nur einen sehr geringen Anteil ausmachten.
Seit 2016 haben auch erkennbar substituierte Personen Zugang zu den Drogenkonsumräumen; 2025 entfielen 144.485 Konsumvorgänge auf diese Gruppe, was einem Anteil von 31,9 % an allen dokumentierten Konsumvorgängen entspricht und damit leicht unter den Vorjahreswerten liegt. Bei Frauen machten substituierte Konsumentinnen 32,5 % der erfassten Konsumvorgänge aus, bei Männern lag dieser Anteil bei rund einem Drittel. Auch in 2025 folgt die Verteilung der Konsumarten wie in den Vorjahren dem Trend, dass der Großteil der Konsumvorgänge aus Opioiden (60 %) besteht, gefolgt von Kokain (36 %) und dem sogenannten „Cocktail“-Konsum (4 %). Betrachtet man den Konsum in Bezug auf Geschlechtszugehörigkeit, zeigt sich bei Frauen eine nahezu gleichmäßige Verteilung zwischen Opioid- (49 %) und Kokain-Konsum (47 %), was einen deutlichen Unterschied zu den Vorjahren darstellt.
Die Substanzmuster zeigen, dass der Konsum von Opioiden mit 57,3 % weiterhin den größten Anteil an allen Konsumvorgängen ausmacht, gefolgt vom Kokainkonsum mit 38,3 % sowie dem Mischkonsum aus beiden Substanzen („Cocktail“) mit 3,9 %; Amphetamine und Benzodiazepine spielen mit jeweils deutlich unter einem Prozent eine nachgeordnete Rolle. Seit 2021 ist jedoch ein kontinuierlicher Rückgang des Opioidkonsums zu beobachten, während der Kokain- und insbesondere der Crackkonsum deutlich zunehmen. Im Jahr 2025 entfielen 32 % aller Konsumvorgänge auf Crack (145.344 KV) und damit fast doppelt so viele wie im Vorjahr; auf den ausschließlichen Kokainkonsum entfielen lediglich noch 6,3 % der dokumentierten Konsumvorgänge, sodass von insgesamt 173.751 Kokainkonsumvorgängen 83,7 % auf Crack entfielen. Die Fachpraxis führt diese Entwicklung unter anderem auf eine bessere Verfügbarkeit von Kokain, hohe Reinheitsgrade und eine spürbar verringerte Verfügbarkeit von Heroin auf den Schwarzmärkten zurück; zugleich werden die urbanen Drogenszenen als zunehmend verelendet und psychisch stark belastet beschrieben.
Auch die Konsumart spiegelt diesen Wandel wider: 2025 erfolgte mit 348.717 Konsumvorgängen rund 77 % des Konsums inhalativ, 21 % intravenös (95.864 Konsumvorgänge) und etwa 2 % nasal (8.861 Konsumvorgänge), während der orale Konsum mit 47 dokumentierten Vorgängen praktisch keine Rolle spielte. Damit setzt sich der in den Vorjahren beobachtete Trend fort, dass der intravenöse Konsum kontinuierlich zugunsten der inhalativen Konsumform zurückgeht. Geschlechtsspezifisch zeigt sich, dass Männer zu 77 % inhalativ und zu 21 % intravenös konsumieren, Frauen zu 78 % inhalativ und zu 20 % intravenös; bei Personen mit diverser Geschlechtsidentität dominiert der inhalative Konsum mit 96,5 % sehr deutlich. Zwar galt das Inhalieren lange als weniger schädliche Konsumform, inzwischen ist jedoch bekannt, dass insbesondere das Rauchen von Kokain beziehungsweise Crack mit erheblichen körperlichen, psychischen und infektiologischen Risiken verbunden ist.
Hinsichtlich der Altersstruktur zeigt sich, dass die Mehrheit der Konsumvorgänge im Jahr 2025 von Personen zwischen 36 und 55 Jahren durchgeführt wurde. Erstmals lag der Schwerpunkt bei den 46- bis 55-Jährigen, dicht gefolgt von den 36- bis 45-Jährigen, was darauf hindeuten könnte, dass die langjährige Klientel in den Drogenkonsumräumen insgesamt älter geworden ist. Bei Männern stellten die 46- bis 55-Jährigen mit 38 % die größte Gruppe der Konsumvorgänge, gefolgt von den 36- bis 45-Jährigen mit 33 %. Bei Frauen lag der Schwerpunkt mit 45 % in der Altersgruppe der 36- bis 45-Jährigen, die zweitgrößte Gruppe bildeten die 46- bis 55-Jährigen mit 21 %. Menschen mit diverser Geschlechtsidentität nutzten die Drogenkonsumräume fast ausschließlich in den Altersgruppen 26 bis 35 und 36 bis 45; 90 % der Konsumvorgänge entfielen hier auf die 36- bis 45-Jährigen. Über den Zeitraum 2023 bis 2025 bleibt damit deutlich erkennbar, dass Männer die älteste Nutzergruppe darstellen, gefolgt von Frauen und Menschen mit diverser Geschlechtsidentität.
Die Einbindung der Drogenkonsumräume in das Hilfesystem zeigt sich insbesondere in den erbrachten Leistungen und der Vermittlung in weiterführende Angebote. Im Jahr 2025 wurden 6.994 ärztliche beziehungsweise medizinische Hilfen dokumentiert, was einem Anteil von 1,5 % an allen Konsumvorgängen entspricht; 27.418 psychosoziale Unterstützungsleistungen (6,0 % aller Konsumvorgänge) und 39.997 Safer-Use-Beratungen (8,8 %) verdeutlichen die Bedeutung der Einrichtungen als Orte medizinischer, psychosozialer und präventiver Unterstützung. Beratungen für erkennbar substituierte Klient*innen wurden in 2.635 Fällen erbracht und richteten sich vor allem auf die Risiken des Mischkonsums im Rahmen einer Substitutionsbehandlung sowie die Förderung von Stabilisierung und weiterführenden Hilfen.
Insgesamt wurden 2025 7.283 Vermittlungen in weiterführende Hilfen dokumentiert – 2.986 bei Frauen und 4.297 bei Männern –, wobei keine Vermittlungen bei Personen mit diverser Geschlechtsidentität verzeichnet wurden. Ein Schwerpunkt lag auf der Weiterleitung in soziale Hilfen, insbesondere Notschlafstellen (1.740 Vermittlungen bei Frauen und 1.424 bei Männern), sowie der Anbindung an drogentherapeutische Ambulanzen (756 Vermittlungen bei Frauen und 1.613 bei Männern). Im Verhältnis zur Gesamtzahl der Konsumvorgänge ist der Anteil der Vermittlungen mit 1,6 % gegenüber den Vorjahren jedoch leicht rückläufig, was unter anderem auf die stark steigende Zahl der Konsumvorgänge bei gleichbleibenden personellen und zeitlichen Ressourcen zurückgeführt wird. Drogennotfälle bleiben im Verhältnis zur Gesamtzahl der Konsumvorgänge zahlenmäßig gering, sind aber ein zentraler Indikator für die Bedeutung der Drogenkonsumräume als Überlebenshilfe. Im Jahr 2025 kam es innerhalb der Einrichtungen in 293 Fällen unmittelbar nach dem Konsum zu physischen oder psychischen Notfällen (49 Frauen, 244 Männer, keine Personen mit diverser Geschlechtsidentität), was einem Anteil von 0,06 % an allen Konsumvorgängen entspricht und damit auf Vorjahresniveau liegt.
Allen Menschen, die einen Drogennotfall erlitten, konnte das Leben gerettet werden. In allen Fällen leistete das Fachpersonal umgehend Erste Hilfe; in zwei Fällen waren Wiederbelebungsmaßnahmen erforderlich, 136-mal wurde notärztliche Hilfe hinzugezogen, in 98 Fällen ein Transport ins Krankenhaus veranlasst und 27-mal Naloxon verabreicht. Diese Maßnahmen zeigen insgesamt einen stabilen, leicht rückläufigen Trend seit 2023. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Notfälle im Umfeld der Einrichtungen zu: 2025 wurden 145 Drogennotfälle im Umfeld dokumentiert (2024: 132; 2023: 85), die 25 Frauen und 120 Männer betrafen, während keine Notfälle bei Personen mit diverser Geschlechtsidentität registriert wurden. Solche Vorfälle entstehen häufig vor dem Hintergrund längerer Wartezeiten oder fehlender Nutzungserlaubnis, sodass Konsumvorgänge in den öffentlichen Raum verlagert werden; die dort erforderlichen lebensrettenden Maßnahmen sind aufgrund der fehlenden Infrastruktur deutlich schwieriger umzusetzen als in den ausgestatteten Hilferäumen.
In der Gesamtschau macht der Jahresbericht 2025 deutlich, dass die Drogenkonsumräume in Nordrhein-Westfalen unverzichtbare Bausteine der niedrigschwelligen Suchthilfe sind, die sowohl zur Überlebenssicherung als auch zur Gesundheitsförderung und Schadensminimierung beitragen. Der anhaltende Anstieg der Gesamtkonsumvorgänge bei gleichzeitig sinkendem Anteil substituierter Konsumvorgänge, die deutliche Verlagerung der Konsummuster hin zu Crack und inhalativem Konsum sowie die Alterung der vorwiegend männlichen Klientel weisen auf komplexe und zunehmende Problemlagen hin, insbesondere im Kontext verelendeter Drogenszenen.
Trotz hoher Belastung gelingt es den Einrichtungen, kontinuierlich medizinische, psychosoziale und präventive Leistungen zu erbringen und eine relevante Zahl von Vermittlungen in weiterführende Hilfen zu realisieren. Zugleich machen die zunehmenden Drogennotfälle im Umfeld und die beschriebenen sozialen Verwerfungen deutlich, dass die bestehenden Drogenkonsumräume zwar einen wirksamen Schutzraum und Zugang ins Hilfesystem bieten, aber ohne zusätzliche Ressourcen und flankierende Maßnahmen im öffentlichen Raum nur begrenzt in der Lage sind, die wachsenden Herausforderungen dauerhaft aufzufangen.