In Nordrhein-Westfalen existieren derzeit insgesamt zwölf Drogenkonsumräume. Die Angebote des kontrollierten Konsums in den in NRW zugelassenen Drogenkonsumräumen dienen der Gesundheits-, Überlebens- und Ausstiegshilfe.
Informationen zu den Drogenkonsumräumen in NRW
Allgemeine Informationen
Drogenkonsumräume NRW
Im Folgenden werden die zwölf Drogenkonsumräume in Nordrhein-Westfalen dargestellt. Sollten Sie weitere Informationen wünschen, wenden Sie sich gerne an die Geschäftsstelle der Suchtkooperation NRW.
Geschäftsstelle der Suchtkooperation NRW
Troisdorf
Café Koko
- Öffnungszeiten
Mo. – Sa. 10:30 – 14:30 Uhr
- Konsumplätze
3
3
Bielefeld
Drogenberatung e.V. Bielefeld
- Öffnungszeiten
Mo., Di., Mi., Fr. 09:00 – 19:00 Uhr
Do. 10:00 – 19:00 Uhr
Sa. 10:00 – 16:00 Uhr
- Konsumplätze
8
8
Dortmund
Drogenhilfeeinrichtung k!ck
- Öffnungszeiten
Mo., Mi. bis Sa. 08:00 – 20:00 Uhr
Di. 08:00 – 14:00 Uhr
So. 09:00 – 15:00 Uhr
- Konsumplätze
8
15
Krefeld
Drogenhilfezentrum der Alkohol- & Drogenhilfe
- Öffnungszeiten
Täglich 10:00 – 18:00 Uhr
- Konsumplätze
2
1
3
Essen
Drogenkonsumraum der Suchthilfe direkt Essen
- Öffnungszeiten
Mo. bis Fr. 08:00 – 18:00 Uhr
Sa., So., Feiertage 9:00 – 14:30 Uhr
- Konsumplätze
8
5
Köln Neumarkt
Drogenkonsumraum Neumarkt
- Öffnungszeiten
Mo., Di., Do., Fr. 08:00 – 20:00 Uhr
Mi. 11:00 – 20:00 Uhr
Sa. 10:00 – 17:30 Uhr
- Konsumplätze
6
6
Bonn
Drogentherapeutische Ambulanz
- Öffnungszeiten
Mo. bis Fr. 10:00 – 18:00 Uhr
Sa., So. & Feiertage 11:00 – 17:00 Uhr
- Konsumplätze
5
3
Düsseldorf
Düsseldorfer Drogenhilfe e.V.
- Öffnungszeiten
Mo. bis Fr. 08:30 – 20:30 Uhr
Sa., So., Feiertage 10:30 – 15:45 Uhr
- Konsumplätze
4
5
10
Wuppertal
Gleis 1, Drogenhilfe
- Öffnungszeiten
Mo. – Fr. 10:00 – 16:00 Uhr
So. 10:00 – 14:00 Uhr
- Konsumplätze
5
6
Münster
INDRO e.V.
- Öffnungszeiten
Mo. – Do. 10:00 – 17:00 Uhr
Fr. 10:00 – 16:00 Uhr
Sa. 10:00 – 15:00 Uhr
- Konsumplätze
4
2
Bochum
Krisenhilfe e.V. Bochum
- Öffnungszeiten
Mo. bis Fr. 09:00 – 13:00 Uhr
- Konsumplätze
4
5
Köln
SKM Köln e.V.
- Öffnungszeiten
Mo. bis Fr. 08:30 – 13:00 Uhr
und 16:00 – 19:45 Uhr
Sa., So., Feiertage 8:30 – 13:00 Uhr
- Konsumplätze
6
Zielsetzung der Drogenkonsumräume
Die zwölf Drogenkonsumräume in Nordrhein-Westfalen verfolgen das Ziel, gesundheitliche, psychische und soziale Folgen des Konsums illegaler Substanzen zu verringern und weitere Schäden zu verhindern. Die Einrichtungen sind fester Bestandteil niedrigschwelliger Kontakt- und Beratungsangebote der ambulanten Suchthilfe.
Ein zentraler Aspekt der Arbeit in den Drogenkonsumräumen ist die Motivationsförderung: Menschen, die illegale Substanzen konsumieren, sollen ermutigt werden, weiterführende Hilfeangebote für gesundheitliche, soziale und drogenbezogene Probleme anzunehmen. Durch die Nutzung der Drogenkonsumräume können Infektionsrisiken gesenkt und Drogennotfälle schneller behandelt werden. Drogenkonsumräume tragen dazu bei, die Bereitschaft zur Therapie zu erhöhen und langfristig die Förderung einer Veränderungsmotivation bis hin zum Ausstieg aus der Abhängigkeit zu stärken.
Die Belastung der Öffentlichkeit durch konsumbezogene Verhaltensweisen im öffentlichen Raum wird durch die Nutzung der Drogenkonsumräume deutlich reduziert. Somit haben die Einrichtungen über ihr Angebot der individuellen Hilde hinaus auch eine wichtige Funktion in der Ordnungspolitik.
Rechtsgrundlage
Die „Verordnung über den Betrieb von Drogenkonsumräumen Nordrhein-Westfalen“ bildet die rechtliche Grundlage für den Betrieb von Drogenkonsumräume in Nordrhein-Westfalen.
Die Träger*innen dieser Einrichtungen sind u.a. verpflichtet, eine fortlaufende Dokumentation über den Betrieb der Drogenkonsumräume in anonymisierter Form und unter Beachtung datenschutzrechtlicher Bestimmungen sicherzustellen. Hierzu sind Tagesprotokolle zu fertigen, die insbesondere über Umfang und Ablauf der Nutzerkontakte, Zahl und Tätigkeit des eingesetzten Personals sowie alle besonderen Vorkommnisse Auskunft geben. Diese Protokolle sind in einem monatlichen Bericht zusammenzufassen und im Hinblick auf die Zielerreichung regelmäßig auszuwerten. Über die Ergebnisse sind die zuständigen Gesundheits-, Ordnungs- und Strafverfolgungsbehörden zu unterrichten. Die Berichte sind der Überwachungsbehörde regelmäßig vorzulegen.
Datenwege
Seit 2021 erfolgt die anonymisierte Datenerhebung über eine vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen finanzierte WebApp. Die Betreuung und Bereitstellung dieser Anwendung erfolgt durch die Geschäftsstelle der Suchtkooperation NRW in Zusammenarbeit mit den Träger*innen und Leitungen der Drogenkonsumräume. Darüber hinaus gibt es an einzelnen Standorten hauseigene Dokumentationsprogramme, die in gleicher Weise monatlich aggregierte Konsumdaten liefern wie die WebApp.
Links zum Thema
Deutsche Aidshilfe
Drogenkonsumräume (DKR) in Deutschland
Hier finden Sie einen Überblick zu den DKRS im Bundesgebiet.
Suchtkooperation NRW (2023)
Dokumentation der Fachtagung
Wandel der Konsummuster. Veränderungen in der Drogenszene – Konsequenzen für das Hilfesystem.
Suchtkooperation NRW (2025)
Handreichung - Gemeinsam engagiert vor Ort - Online-Format
Kommunale Lösungen zur Bewältigung von Drogenkonsum im öffentlichen Raum. Die Handreichung steht online zur Verfügung.
Suchtkooperation NRW und AG Aidsprävention (2021)
Harm Reduction: Risiken minimieren- Gesundheit fördern
Die Broschüre umfasst Empfehlungen zur Schadensminimierung für Menschen in NRW, die illegale psychoaktive Substanzen konsumieren.